Eine Hochzeit HOCH am Berg

Und mein absolutes TRaumkleid. Artikel enthält Werbung weil wegen Designer meines KLeides wird genannt. In ewiger Dankbarkeit dafür

Einmal Prinzessin sein...

 

…davon träumen viele Frauen, ich gehöre definitiv dazu. Und als Florian letztes Jahr um meine Hand angehalten hat, war klar, dass ein weißes Prinzessinnenkleid her muss!

 

Schnell war für uns aber auch klar, dass die Hochzeit etwas ganz Besonderes, und vor allem für uns ein schöner Tag werden soll. Es entstand die Idee, in unserer zweiten Heimat, den Bergen zu heiraten. Im kleinen Kreis sollte es stattfinden, ohne viel Tam Tam und vor allem ganz stressfrei.

 

Trotzdem blieb der Wunsch nach einem weißen Brautkleid. Und eine gute Freundin meinte: Heeey schau mal bei Instagram: ich folge da Emanuel Hendrik. Seine Kleider sind der Hammer und würden dir bestimmt wahnsinnig toll stehen.

Ein Künstler bei der arbeit

 

Erst war ich skeptisch, die Kleider sehen auf seinen Feedposts zwar wahnsinnig toll aus, allerdings auch irgendwie total extravagant und ich hatte die Befürchtung, dass sie zwar den exotischen Schönheiten seiner Modelshootings stehen, nicht aber der Durchschnittsblondine. Trotzdem sind wir nach Düsseldorf gefahren, wo ich in einer kleinen Boutique verschiedene Outfits anprobiert habe. Keine typische Tüll-und-Tränen-Prosecco Atmosphäre, sondern ein Künstler in seinem natürlichen Lebensumfeld. Arbeitsplatz, umstellt von Kleiderstangen und eine kleine Schneiderei in einem Hinterraum. 

zwischen tüll und Seifenchiffon

 

Die Kleider, die Emanuel entwirft, bestehen aus zwei Teilen. Verschiedene Röcke können mit verschiedenen Bodys kombiniert werden, dadurch entstehen unendlich viele Möglichkeiten. Außerdem ist jedes Stück für sich ein Unikat und kann nach den eigenen Vorstellungen der Braut entworfen und verändert werden. Egal ob klassischer Tüllrock oder Mini mit Federn: Bei Emanuel ist kein Kleid 0 / 8 /15 oder DAS klassische Brautkleid.

 

Bei welcher Kombination ich schlussendlich und bei meinem zweiten Termin in Düsseldorf gelandet bin, seht ihr ja auf den Hochzeitsfotos…

 

Hier erstmal eine Auwahl der vielen tollen Sachen, die ich anhatte. Besonders angetan hatte es mir auch ein Jumpsuit, zu dem ich mich dann aber doch nicht durchringen konnte. Eben: einmal Prinzessin sein.

die qual der wahl

 

Ingesamt war ich vier Mal bei Emanuel, bis ich mein Kleid dann schlussendlich abholen konnte. Jedes Mal total entspannt, kein Gekreische, kein Geheule. Einfach ein Mann, der seine Arbeit macht, und das auch noch richtig gut. Nach dem zweiten Termin stand meine Wunschkombination. Die Schleppe ist quasi ein drittes Teil und musste einfach sein! Durch das einfache An – und Ausziehen perfektioniert sie jedes Foto, ohne dass sie mich im Laufe des Tages gestört hätte.

 

Beim zweiten Termin wurde gleichzeitig Maß genommen für Body und Rock, welche eigens für die Braut angefertigt werden und somit auf den Milimeter genau sitzen.

 

Beim nächsten Termin konnte ich sozusagen einen Body-Rohling anziehen und mir selbst überlegen, wo etwas mehr und wo etwas weniger Spitze sein sollte. Stoff und Spitze wurden dann unter Emanuels kritischen Augen von einer Schneiderin angebracht, Stecknadeln zur Optimierung der Passform angebracht und so entstand nach und nach MEIN Kleid. Ein besonderes und ein schönes Gefühl, auch wenn ich den ganzen Hype, den oben genannte Serie rund um den Brautkleidkauf inszeniert, bis heute nicht nachvollziehen kann.

 

Beim dritten Termin war das Kleid fast fertig und ich durfte das erste Mal auf ein kleines Podest steigen, an dem die Länge angepasst wurde. Wieder ein Schritt in Richtung : fertiges Brautkleid.

der letzte schliff

 

Bei der letzten richtigen Anprobe war ich dann mit Schuhen am Start, hier habe ich ganz unspektakulärerweise die Schuhe von der standesamtlichen Hochzeit genutzt. Warum hunderte von Euronen für Schuhe zahlen, die dann eh keiner sieht unter einem bodenlangen Kleid?

 

Der Trailschuh macht sich ja auch ganz ausgezeichnet unter dem Kleid, wie ich finde….

was zählt ist, was du fühlst

 

Der Trailschuh macht sich ja auch ganz ausgezeichnet unter dem Kleid, wie ich finde….

 

Auch wenn ich kurz vorher immer mal wieder kurze Panikattacken bekommen habe à la: das Kleid ist viel zu freizügig! Oder: Florian wird es nicht mögen! Warum habe ich keinen Meerjungfrauenschnitt genommen, das sieht an anderen so toll aus? Oder: Warum keinen ausladenen Rock, man trägt das nur einmal im Leben?

 

Gegen kein Kleid in der Welt hätte ich letzte Woche MEIN Kleid eintauschen wollen. Es war perfekt.

 

Es war besonders, es war nicht aufdringlich und doch extravagant, genauso wie ich es haben wollte. Und auf den Fotos hat die Schleppe ganze Arbeit geleistet.

 

Aber seht selbst.