Was ich esse

außer viel

Achtung- no diet blog

Da mich sooooo viele gefragt haben, wie ich mich während langer Läufe und kurz vor bzw. Beim Wettkampf verpflege, hier ein paar Infos für Euch. Wie immer ist alles ohne Gewähr und ich sage auch nicht, dass es so wie ich das mache, am besten ist, oder wer weiß wie gesund. Ich kann nicht sagen, ob mein Weg Euch zu sportlichen Bestleistungen bringt aber er macht glücklich und entspannt finde ich.  Es ist vielleicht nicht das, was allgemein empfohlen  für mich funktioniert es aber gut.

 

Als erstes möchte ich darauf eingehen, wie ich mich während des normalen Wettkampfvorbereitung also in den Trainingsmonaten, man könnte also auch sagen -IMMER- ernähre.

 

What I eat -In der normalen Trainingsphase bzw. Auch in der Marathonvorbereitung ernähre ich mich nicht nach einem bestimmten Prinzip- außer, genug zu essen (was ich ja auch im Artikel Erster Marathon betont habe). Wenn der Körper im Hunger- /Mangelzustand ist, leidet die Regenerationsfähigkeit, ihr werdet anfälliger für Infekte und könnt weniger Muskel aufbauen, ergo weniger Leistung erbringen.

 

Kraftsportler essen im Aufbau im Überschuss um Muskel aufzubauen und in der Definitionsphase weniger, um die aufgebauten Muskeln sichtbarer zu machen. Ich finde das ein relativ verrücktes Prinzip, an dem sich aber ganz gut um zu veranschaulichen, dass der Körper ohne mehr Nahrung auch nicht mehr Kraft aufbauen kann.

 

Ich achte außerdem immer darauf, 500-800g Obst und Gemüse zu essen, um auf die nötigen Vitamine und Ballaststoffe zu kommen. Ich wiege das nicht akribisch ab sondern frühstücke einfach viel Obst und mindestens eine meine weiteren Mahlzeiten enthält viel Gemüse, außerdem snacke ich tagsüber viel Obst und Rohkost. Natürlich gibt es Tage, an denen ich weniger Obst und Gemüse esse, aber im Durchschnitt kommt das gut hin. Außerdem achte ich darauf, genug Protein zu mir zu nehmen. Die Geister streiten sich ja, wieviel da die richtige Menge ist und man hört immer wieder, zu viel sei auch nicht gesund. Das liegt meines Erachtens aber daran, dass viele Menschen Proteine nur in Form von tierischen, vorzugsweise Fleischprodukten zu sich nehmen. Und das das nicht gesund ist, wissen wir längst. Wenn die Niere allerdings normal arbeitet, ist es durchaus okay und für die muskuläre Regeneration förderlich 2g Protein/kg Körpergewicht am Tag zu sich zu nehmen, sprich das Körpergewicht einfach mal zwei. Um das abzuschätzen: 500g Magerquark enthalten ca 65g Protein. Deswegen esse ich gerne abends zum Nachtisch eine große Portion Magerquark, zB mit gefrorenen Früchten. Außerdem greife ich zu Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen und Kichererbsen bringen viele Proteine), Sojaprodukten und nasche Nüsse. Nüsse sind sowieso ein täglicher Begleiter für mich, da sie neben Protein auch Spurenelemente und jede Menge gesunder Fettsäuren mitbringen. Dann wisst ihr, dass ich Proteinriegel liebe und regelmäßig esse. Klar ist da oft jede Menge Zucker drin aber das ist in Schokolade auch und die Proteinriegel bringen halt meist nochmal um die 20g Protein mit.

 

Wenn Proteine und Vitamine abgedeckt sind, bleiben Kohlenhydrate und Fette übrig. Die fülle ich mit allem, worauf ich Lust habe. Meiner Meinung nach ist das Leben zu kurz um auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten oder zu Hungern, um sich diese zu bestimmten Gelegenheiten zu gönnen. Ich ernähre mich relativ gesund und ausgewogen

(nein, das heißt nicht fettarm, Paleo, If it fit your macros, Low Carb, High carb low fat, Intervallfastend oder oder oder oder was gerade Trend ist).

Meiner Meinung nach ist gesundes Essen die Balance aus einem hohen Anteil frischer, wenig verarbeiteter Nahrung aus der ich frisch Essen zubereite und einem kleinen Anteil verarbeiteter, salz-, fett -und zuckerreicher Kost wenn ich Lust auf Pizza, Schokolade oder Burger habe. Alles in Maßen und Balance is the key.

Meiner Meinung nach bringen Verbote nichts, und wenn man ehrlich ist geht man ja auch nicht jeden Tag mit Freunden zum Italiener. Also lieber das Essen, worauf man Lust hat, statt sich zu kasteien und Heißhungerattacken zu riskieren. Meine Meinung.

 

Mindestens genauso wichtig wie sich nicht bestimmte Lebensmittel zu verbieten ist meiner Meinung nach, auf das Hungergefühl zu hören. Es entsteht durch ein ausgeklügeltes System von Hormonen und unser Körper nutzt es nicht aus Spaß, sondern weil er Brennstoff braucht. Es zu ignorieren kann zu einer vollständigen Verschiebung von Hunger und Sättigung führen und auch dazu, dass der Körper entsprechende Hormone zum falschen Zeitpunkt ausschüttet.

 

Zusammengefasst:

Lebt gesund, gönnt Euch worauf Ihr Bock habt und achtet darauf, dass der Körper genug von dem bekommt, dass er zu guten sportlichen Leistungen benötigt. Und vergesst bei allem nicht, dass wir Amateure sind und der Spaß an der Sache über allem stehen sollte.

Wie macht ihr das? Achtet ihr auf irgendwas, ein paar Dinge, streng nach Plan oder esst ihr intuitiv?

Lasst es mich wissen!

 

 

 

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